July 12, 2026
July 12, 2026

Stand: Juli 2026
Büroreinigung kostet 2026 in Deutschland laut Branchenquellen etwa 0,20 bis 1,20 € pro m² und Reinigungsdurchgang, im Rhein-Main-Gebiet erfahrungsgemäß im oberen Bereich dieser Spanne. Seriöse Fachfirmen kalkulieren mit Stundenverrechnungssätzen von 25 bis 38 € netto. Die Untergrenze setzt der allgemeinverbindliche Tariflohn der Gebäudereinigung von 15,00 € pro Stunde ab dem 01.01.2026: Angebote deutlich unter 25 € pro Stunde sind damit rechnerisch kaum seriös kalkulierbar.
Dieser Ratgeber richtet sich an Unternehmen, Hausverwaltungen und Facility Manager, die Reinigungskosten planen oder Angebote prüfen. Er zeigt, wie Reinigungsfirmen kalkulieren, welche Faktoren den Preis treiben und woran Sie belastbare Angebote erkennen. Eine öffentliche Preisstatistik für das Rhein-Main-Gebiet existiert nicht. Deshalb nennen wir durchgängig Spannen statt Scheingenauigkeit. Wenn Sie statt Theorie ein konkretes Angebot für Ihr Objekt brauchen: Auf der Seite Büroreinigung Wiesbaden finden Sie Leistungen und Ablauf. Ein Festpreis-Angebot erstellen wir nach Objektbegehung innerhalb von 24 Stunden (werktags).
Reinigungsfirmen rechnen Büroreinigung auf drei Arten ab. Intern basieren alle drei auf derselben Kalkulation. Sie unterscheiden sich darin, wie transparent sie für Sie als Auftraggeber sind.
Am Ende zählt für Sie die Monatspauschale bei sauber definierter Leistung. Die m²- und Stundenwerte brauchen Sie, um Angebote gegeneinander zu prüfen.
| Abrechnungsmodell | Üblicher Rahmen 2026 | Hinweis |
|---|---|---|
| Preis pro m² und Durchgang | 0,20–1,20 € | Rhein-Main eher im oberen Bereich; Bezugsgröße immer schriftlich klären |
| Stundenverrechnungssatz | 25–38 € netto | unter 25 € bei 15,00 € Tariflohn kaum seriös kalkulierbar |
| Monatspauschale Büro bis 100 m² | ca. 150–250 € (wöchentlich) / 500–800 € (täglich) | Orientierungswerte aus Anbieter-Ratgebern für Frankfurt |
| Selbstkosten einer Fachfirma | ca. 26–29 € pro Stunde | Tariflohn + Lohnneben-, Ausfall- und Gemeinkosten |
Je häufiger gereinigt wird, desto günstiger wird der einzelne Durchgang. Der Verschmutzungsgrad sinkt, jede Tour geht schneller. Ein täglich gereinigtes Büro zahlt pro Durchgang deutlich weniger als eines mit wöchentlicher Turnusreinigung, in Summe pro Monat natürlich mehr. Viele Betriebe fahren deshalb ein gestuftes Modell: Sanitär und Küche täglich, Büroflächen zwei- bis dreimal pro Woche, Nebenflächen im längeren Turnus.
Der Leistungswert gibt an, wie viele Quadratmeter eine Reinigungskraft pro Stunde schafft. Branchen-Erfahrungswerte für stark möblierte Büros liegen bei etwa 140 bis 250 m²/h, für Sichtreinigung und leicht möblierte Flächen bei bis zu 350 m²/h. Sanitärräume sind mit 40 bis 80 m²/h der größte Kostentreiber im Objekt. Wichtig: Die RAL Gütegemeinschaft Gebäudereinigung stellt klar, dass es keine genormten Leistungszahlen gibt. Seriöse Anbieter ermitteln den Wert objektindividuell bei der Begehung, statt einen Katalogwert anzusetzen.
Ein Großraumbüro mit glattem Bodenbelag reinigt sich schneller als verwinkelte Einzelbüros mit Teppich. Preisrelevant sind Möblierungsgrad, Bodenbelag, Raumstruktur, der Anteil an Sanitär- und Küchenflächen sowie die Zugänglichkeit des Objekts, etwa Etagen ohne Aufzug oder besondere Schlüsselregelungen.
Anfahrt, Rüstzeit, Schlüsselwege und Materiallogistik fallen bei jedem Einsatz an, egal ob 50 oder 500 m² gereinigt werden. Kleine Büros zahlen deshalb pro Quadratmeter am meisten. Branchenquellen nennen für ein 50-m²-Büro bei wöchentlicher Reinigung etwa 0,70 bis 1,20 €/m² pro Durchgang, für ein 500-m²-Büro nur noch 0,36 bis 0,56 €/m².
So kalkuliert eine Fachfirma. Die Grundformel lautet: Monatspreis = (Fläche ÷ Leistungswert) × Stundenverrechnungssatz × Reinigungen pro Monat. Angenommen wird ein Büro mit 300 m² in Wiesbaden, normal möbliert, mit Sanitärbereich und Teeküche, Vollreinigung nach Leistungsverzeichnis, zweimal pro Woche.
Diese Formelrechnung markiert die Untergrenze, denn sie enthält noch keine Nebenzeiten, kein Verbrauchsmaterial und keine Mindestansätze pro Einsatz. Zum Vergleich: Branchenquellen nennen für Büros dieser Größenordnung bei wöchentlicher Reinigung etwa 0,43 bis 0,67 €/m² pro Durchgang. Der Unterschied erklärt sich über die niedrigere Frequenz und die eingerechneten Nebenkosten. Für Wiesbaden, Mainz und Frankfurt gilt zusätzlich: Das Lohn- und Kostenniveau liegt über dem Bundesschnitt, regionale Angebote bewegen sich deshalb eher im oberen Bereich der bundesweiten Spannen.
Der Tariflohn macht jede Kalkulation nachrechenbar. Ab dem 01.01.2026 gilt in der Gebäudereinigung ein Branchenmindestlohn von 15,00 € pro Stunde für die Innen- und Unterhaltsreinigung (Lohngruppe 1) und 18,40 € für die Glas- und Fassadenreinigung (Lohngruppe 6). Der Tarifabschluss ist allgemeinverbindlich und läuft bis Ende 2026. Das heißt: Er gilt für jede Reinigungsfirma in Deutschland, unabhängig von einer Verbandsmitgliedschaft.
Auf den Tariflohn kommen rund 40 Prozent Lohnnebenkosten, etwa 18 Prozent Ausfallkosten für Urlaub, Krankheit und Feiertage sowie 2,50 bis 5,00 € Gemeinkosten pro Stunde für Verwaltung, Fahrzeuge, Geräte und Versicherungen. Ergebnis: Selbstkosten von etwa 26 bis 29 € pro Stunde, bevor die Firma einen Euro verdient hat. Ein Angebot für 20 € pro Stunde kann diese Rechnung nicht erfüllen. Möglich wird es nur auf drei Wegen:
Dazu kommen die operativen Folgekosten. Fällt die Reinigungskraft aus und der Anbieter hat keine Vertretungsregelung, bleibt das Büro schmutzig, im Zweifel vor einem Kundentermin. Ohne dokumentierte Leistungsnachweise können Sie Mängel nicht belegen. Und jeder Anbieterwechsel kostet intern Zeit: Schlüsselübergabe, Einweisung, Reklamationsrunden. Der günstigste Preis pro Monat ist selten der günstigste Preis pro Jahr.
Zwei Angebote für dasselbe Büro können deutlich auseinanderliegen und trotzdem beide korrekt kalkuliert sein, wenn sie unterschiedliche Leistungen beschreiben. Vergleichbar werden Angebote erst über ein Leistungsverzeichnis (LV), das Räume, Flächen, Tätigkeiten und Frequenzen eindeutig festlegt. Wie Sie ein LV aufbauen, zeigt unser Ratgeber zum Thema Unterhaltsreinigung ausschreiben mit Leistungsverzeichnis.
Prüfen Sie bei jedem Angebot mindestens diese fünf Punkte:
Bundesweit sind laut Branchenquellen etwa 0,20 bis 1,20 € pro m² und Reinigungsdurchgang üblich, abhängig von Objektgröße, Möblierung und Frequenz. Für Wiesbaden, Mainz und Frankfurt existiert keine öffentliche Preisstatistik, erfahrungsgemäß liegen die Preise hier im oberen Bereich der bundesweiten Spanne. Ein belastbarer Preis entsteht erst nach einer Objektbegehung.
In der Regel nicht. Bei 15,00 € Tariflohn plus rund 40 Prozent Lohnnebenkosten, etwa 18 Prozent Ausfallkosten und Gemeinkosten liegen die reinen Selbstkosten einer Fachfirma 2026 bei etwa 26 bis 29 € pro Stunde. Angebote deutlich darunter funktionieren nur über gekürzte Leistung, Subunternehmer-Ketten oder Lohnverstöße.
Über Flächenmix und Frequenz, nicht über den Stundensatz. Prüfen Sie, welche Bereiche tägliche Vollreinigung brauchen, typischerweise Sanitär, Küche und Empfang, und wo Sichtreinigung oder ein längerer Turnus reicht. Ein sauber differenziertes Leistungsverzeichnis spart meist mehr als der Wechsel zum billigsten Anbieter.
Weil der Leistungswert objektindividuell ist. Möblierung, Bodenbeläge, Sanitäranteil und Zugänglichkeit lassen sich aus der Quadratmeterzahl allein nicht ablesen. Nach einer Begehung lässt sich der Aufwand dagegen präzise kalkulieren. ARAN erstellt Ihnen nach der Objektbegehung ein Festpreis-Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags).
Sie planen die Büroreinigung für ein Objekt in Wiesbaden, Mainz oder dem Rhein-Main-Gebiet? ARAN Immobilien Management kalkuliert nach Objektbegehung transparent auf Basis von Leistungsverzeichnis und objektindividuellen Leistungswerten: Festpreis-Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags), fester Objektleiter, dokumentierte Einsätze und Vertretungsregelung über einen festen Springer-Pool. Jetzt Objektbegehung anfragen oder direkt anrufen: 0611 51011996.
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